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In Kürze

Deiderode ist ein Ortsteil der Gemeinde Friedland im niedersächsischen Landkreis Göttingen. Auf einer Fläche von 4,93 km² leben 153 Einwohner.

Geschichte

Die frühesten schriftlichen Überlieferungen für Deiderode reichen bis in das 12. und 13. Jahrhundert zurück. Ähnlich wie die anderen Dörfer in der Umgebung, Hermannrode, Volkerode und Dahlenrode, trägt auch Deiderode die zweite Bildungssilbe -rode im Ortsnamen, was die Vermutung aufkommen lässt, dass der Ort in der Rodungszeit, vom 9. bis in das 12. Jahrhundert, entstand, als man den Waldgürtel von der Werra bis zur Dramme und Volkerode rodete.[1] Wer der Gründer war, zeigt der erste Bestandteil des Ortsnamens Thietin-roth oder Theden-roth – ein Personenname aus dem Stamm Diet (=Volk), wie man ihn zum Beispiel in Dietrich hat. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes findet in den Güterlisten des Klosters Reinhausen statt, dort wird Deiderode als Thietinroth und Thiendinroth genannt. Das Kloster besaß hier 3 beziehungsweise 5 Hufen Land und den dritten Teil der Gemarkung in den Wäldern und Wiesen. Die nächste Erwähnung Deiderodes geht auf einen Streit um die kirchliche Zugehörigkeit des Ortes zurück, sowohl Hermannrode als auch Elkershausen beanspruchten dessen Hoheit. 1278 und 1280 wird die kleine Kirche Deiderodes Elkershausen, und damit auch indirekt dem Kloster Mariengarten, unterstellt.

Das Dorf bildete lange Zeit herzoglich braunschweigisch-lüneburgisches Lehen und kam, nach dem Lehnsbuch des Herzogs Otto, im Jahre 1318 mit allem Zubehör an Arnold von Rusteberg. Von den Rustebergern kam es an ein unbekanntes Geschlecht, welches hier den Zehnten an das Kloster Mariengarten verkauften, erst im 15. Jahrhundert werden die Besitzer wieder nachweisbar. So war 1414 Heinrich von Stockhausen mit der Hälfte, sowie ferner alle Mitglieder derer von Stockhausen mit einem Viertel des Gerichts und der Vogtei über Deiderode belehnt. Das letzte Viertel ging an die Herren von Grone. In einem, 1450 / 1451 veröffentlichten Schatzregister, werden erstmals die Dorfbewohner genannt, unter ihnen finden sich 8 Ackerleute und 7 Kötner. Nach dem Aussterben im 16. Jahrhundert der Linien von Grone und von Stockhausen, die in Diemarden belehnt waren, zog Herzog Erich II. das Lehen ein, und verteilte jenes derer von Stockhausen an seinen Rat Florian von Weyhe, darunter befanden sich drei Viertel von Deiderode. Das derer von Grone fiel nach dem Tod Gunzels 1569 an die Herren von Hanstein. Die Calenbergische Musterungsrolle von 1585 erhält wiederum Nachweise über die Einwohner des Ortes, diesmal finden sich darunter sechs Weihesche, und zwei Hansteinische Ackerleute, neun, beziehungsweise 5 Kötner, sowie den Pfarrer Johannes Schnell und eine Witwe.

Im Rahmen des Siebenjährigen Krieges fungierte Deiderode vom September bis November 1760 als Hauptquartier der französischen Truppen, als diese mit dem Gieseberg als Mittelpunkt ihre Widerstandslinie zwischen Werra und Leine aufgebaut hatten. Noch heute ist dies an einer kleinen Schanze bei Dahlenrode zu erkennen. Für die Jahre 1781/87 sind 11 Halbmeier, 14 Kötner und vier Brinksitzerstellen aufgeführt, Deiderode nahm damals die Funktion eines Untergerichtsdorf wahr.

Am 1. Januar 1973 wurde Deiderode in die Gemeinde Friedland eingegliedert. Quelle Wikipedia.